Archiv für den Monat: Januar 2015

Angebot reichlich

Notgeile Nonnen, Frauen mit Schwänzen, die devote Knaben penetrieren,

zu dritt, zu viert, zu fünft, zu sechst, zu siebt – irgendwann heißt’s „Gangbang“,

dann Orgie, schließlich Anderswelt – irgendwo in Tschechien sitzt Du, oder der Ukraine,

vergnügst dich mit all den Riesenpimmeln schamlos, wild und frech.

Doch wieso in die Ferne schweifen? Es gibt ja anscheinend genug versaute

Hausfrauen in naher Nachbarschaft. Nur leider kenn ich keine.

Schlaflied

Müde bin ich, komm nicht zur Ruh,

drum mach ich meine Äuglein zu,

meine Hände bewegen sich gen Unterleib

– leis bloß, es soll ja niemand störn.

Rasch – an was ich denk, ich weiß es kaum

– ich komm, weiße Flecken zieren meines Lakens Saum.

Den Klassikern

Liebe, Leid, Schönheit, Wahrheit, Treue … sind das nicht viel zu hohe Socken?

Ich lese Nietzsche, plötzlich wird nicht eins zu zwei, sondern es vibriert:

Eine nette SMS, die mich freut, ohne mich tief zu berühren. Ist das geblieben

von der Revolte des Fragments? In welchen Zeiten lebe ich?

Ich fühl mich manchmal wirklich wie der letzte Mensch – einsam

im Gespräch mit großen Toten, über Buntes redend, doch alles ist nur Grau. Wie Friedrich einst?

Stechuhr

Oh, die Liebkosungen deiner milchig weichen Hände,

der Anblick deiner prallen, festen Brüste,

die ich behutsam, gern auch fest, streicheln darf, noch

– ich hab sie teuer bezahlt, die Arbeit einer Woche verschwindet

in den Tiefen deiner braunen Augen, die schau’n dezent auf die Uhr am Nachttisch

– bald ist’s vorbei, ich muss zurück ins kalte Loch.

Beobachtung

Er ist so klein, sie trägt ein weiches, weites Kleid,

schaut herab zu ihm, zärtlich, streichelt ihm durch’s Haar.

Er lächelt, sie auch – welch ein glückliches Paar!

Er schmiegt sich an den warmen Stoff, nimmt dann vorsichtig ihre Hand

– welch geschickter Liebhaber! Und das im verflixten siebten Jahr!

Ich betrachte Mutter und Sohn voll Neid.