Archiv für den Monat: April 2015

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Ich habe kaum geschlafen gestern Nacht

und habe noch nicht einmal einen Kaffee getrunken

wie sonst jeden Morgen. Trotzdem bin ich nicht müde,

noch nicht einmal schlecht gelaunt wie sonst jeden Morgen.

Seltsam – was habe ich nur geträumt?

Was habe ich gestern gemacht?

Im Park

Über mir die Äste sich verzweigen,

ich bin ganz nackt und hoff, dass man mich so nicht sieht;

will nur in Ruh mein Schätzlein reiben,

bis endlich das Wunder sich ergibt:

Ich bin ganz dein Du dunkler Wald, Du grünes Moos,

tiefer, tief in deinem Schoß.

Nebenan

Wie süß ist dieses Kichern nebenan,

ich schaue auf die weiße Wand und

wüsst so gern, welche Bewegungen der Hand

sie dazu wohl verleitet hat auch mir,

den sie kaum kennt – und ich sie nicht,

einen Gruß ihrer Blumenliebe zu versenden.

Nur ein Spiel

Warum lässt mich Deine Hand nicht los?

Warum schaust Du mich so traurig an?

Und warum pocht Dein Herz dabei so schnell?

Und meines auch. Aus Deinen Blicken

spricht jetzt schon Schuld. Was willst Du?

Bruder, was machst Du mit mir bloß?