Archiv für den Monat: Juni 2015

Sechs Dithyramben – IV

Öder Aorist, süßer Zerfall,

nährt das Korn nicht übrigens den Hecht am Teich?

Eis lockt die Bienenvölker herein,

aus List wie küssende Nashornzylinder.

Heller als sonst sing’ ich im Perlennest.

Höher als sonst üb’ ich in Eschen.

Sechs Dithyramben – III

Wer sagt, dass Haar Gold nicht ist?

Küsst jene etwas, dann nach Rapsöl riecht’s

und gleich dem ersten Anstoß wird’s grün.

Süß wärmte einst, Serenad’, anstößig sie mich

und schwärzer als das All thront im glühenden Nebel

der krähende Klang, goldig grüßend den Tag.

Sechs Dithyramben – II

Alle Not sei fett, derb rollen Sänften

heran, prallen Heizfäden ab.

Rohr, brüll’ nussig – Watt, rauherb, ach

– Lohn ins Volt, Tür erpicht lahm.

Muss fort der Bach? Lern sofort Rotbarschlehm

zupfen! Trieb, Rache, Lohn, Sulfit.

Sechs Dithyramben – I

Nenne das Ölbild, Fried’gruße,

sähe dann das Wort in Dünensenken am Hang.

Oh, Lieb’ und Wärme, das aßt dort im Dunkel.

Wehe dem Zartlös, Schwindsucht, und

nenne das Arschloch nicht Hummel!

Herz, nenn’ warnlos ich Dich – Du.