Archiv für den Monat: November 2015

Hass

Wenn irgendwann nichts mehr als Hass bleibt und Wut,

verstocken die Worte, wimmert die verbliebene Hälfte,

krallt sich die Faust und versagt das Getippe,

lähmend verkrampft sich das Elendsgerippe

– und Dich, Dich, Dich zerfetz ich mit Stahlklingenwurfscheiben,

andere Verse wollt ich Dir schreiben.

Behindertenfreundlich

Schön ist’s, wenn Du neben oder hinter mir her durch den Park gehst, wenn es grünt. So starke Arme hast Du

und so schöne Beine, manchmal kindlich glücklich springst auf denen Du –

vielleicht gar, weil ich Dir lächelnd dabei zusehe? Nicht „trotzdem“, sondern „deshalb“ liebst Du mich.

Doch auch Du kannst mich nicht davor bewahren, trotzdem zu lieben mich.

Irgendwann vielleicht, wenn die Blätter im Park herunterfallen und joggen Du

gehst mit Deinem neuen Schatz, werde ich lächelnd, und mich ein bisschen deshalb liebend vielleicht, denken an Dich.