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Nebenan

Wie süß ist dieses Kichern nebenan,

ich schaue auf die weiße Wand und

wüsst so gern, welche Bewegungen der Hand

sie dazu wohl verleitet hat auch mir,

den sie kaum kennt – und ich sie nicht,

einen Gruß ihrer Blumenliebe zu versenden.

Nur ein Spiel

Warum lässt mich Deine Hand nicht los?

Warum schaust Du mich so traurig an?

Und warum pocht Dein Herz dabei so schnell?

Und meines auch. Aus Deinen Blicken

spricht jetzt schon Schuld. Was willst Du?

Bruder, was machst Du mit mir bloß?

Wortfindungsprobleme

Ich sage ihr, schüchtern, ohne sie anzublicken:

Ich liebe Dich.“

Und höre ihre Antwort nicht.

Vielleicht wäre es einfacher,

vielleicht meine ich sogar

nur: „Hey, willst Du nicht mal mit mir ficken?“

Grenzenlos

Sie lächelt heute so süß. Das freut mich, doch zugleich die immergleiche Vorsicht: Hat sie heute

einfach einen guten Tag, womöglich eines anderen wegen? Ist es bloße Sympathie oder gar jenes

berühmte „mehr“, das sie treibt? Oder hofft sie am Ende gar durch meine Freundschaft dereinst ein

besseres Fortkommen in der Welt? Steckt dahinter gar ein unlösbarer Komplex, den ich zu

kompensieren berufen bin? Und wie könnte ich sie je darauf ansprechen? Leben und erst recht:

lieben ist schwer bis unmöglich in Zeiten grenzenloser Grenzenslosigkeit der Möglichkeiten.