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Nomen est omen:
den Sieger kränzt man mit Lorbeer,
man küsst sich sanft unter Misteln,
ich halt es lieber mit Disteln
– und listig lispelnd
ritzen
wir in vergilbte
Haut
Episteln.

 

Pjotr G. Distelkranz ist Dichterknecht aus Frankfurt.

Er hatte einmal die Idee, dass eine Wiederbelebung der Dichtkunst nur unter strenger formaler und inhaltlicher Reduktion zu haben sei. So kam er dazu, eine Sammlung „Sexzeiler“ verfassen zu wollen.

Auch, als er beim Herumwühlen am Bücherflohmarkt am Campus Bockenheim auf Dieter Höss‘ wunderbaren Band Sexzeiler aus dem Jahres 1970 stieß, entmutigte ihn das nicht, denn nach flüchtiger Lektüre maß er sich an, behaupten zu können: „Das kann ich doch besser.“

Und der Gedanke des Dichterwettstreits fachte ihn nur an und so entstand nach einigen Irrungen und Wirrungen schließlich vorliegende Sammlung.

Weitere Gedichte von ihm finden sich u. a. auf seinem alten Blog.

Dank an die Zeichnerin.