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Fernfühlen

Ich leb ja gut, die Tage hier,

ziehn auch vorüber, ereignisreich und schnell.

Fragmente bleiben; freilich die Momente

zwischen denen Leere klafft, manchmal Signale,

dann warten, Schwermut wechselt sich mit Glück:

Dort, wo der letzte Betel grünt, wartest Du?

Sechs Dithyramben – V

Lostless (Dithyramben V)

Tief im Tal lockt das Tau von ihr mich zum Leben

– was sonst könnt’ dies? Gibt’s süßere Nährkost für mich?

Drum fürchte nichts mehr, es weissagt doch säuisch und

lüstern die Nacht, ja, wohl nie bist Du besser gewesen,

nie derart nackt auf Lyrikfüßen. Öffnet sich da,

froh im Glücke die Andacht, gottlos?