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Das Messer

Kalter Stahl funkelt. Ich traue ihren Augen nicht. Bald

wird mein Blut den Boden, die Klinge und ihre Hände beschmutzen. Sie

trägt Plastikhandschuhe, das ist gut. Ich hab’s gewählt – sie

hat mich trotzdem fesseln müssen. Jetzt berüht eine der Hände

mit so zarten Fingern das Ziel. Ich flüstere, mir ist kalt,

ich traue meinen Worten nicht: „Bitte, bringe es zu Ende.“

07 - Traue ihren Augen nicht (Das Messer)

Stechuhr

Oh, die Liebkosungen deiner milchig weichen Hände,

der Anblick deiner prallen, festen Brüste,

die ich behutsam, gern auch fest, streicheln darf, noch

– ich hab sie teuer bezahlt, die Arbeit einer Woche verschwindet

in den Tiefen deiner braunen Augen, die schau’n dezent auf die Uhr am Nachttisch

– bald ist’s vorbei, ich muss zurück ins kalte Loch.