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Betrachtung im Spiegel

Mein Körper ist übersät mit Narben,

Du hast ihn mit den Zeichen deiner Liebe verziert,

sie eingeritzt, tief ins Fleisch geschabt

– doch was sind die Spuren jener Nächte,

verglichen mit den tiefen, tiefen Schächten,

die Du mir mitten durch’s Herz gegraben.

Im Park

Über mir die Äste sich verzweigen,

ich bin ganz nackt und hoff, dass man mich so nicht sieht;

will nur in Ruh mein Schätzlein reiben,

bis endlich das Wunder sich ergibt:

Ich bin ganz dein Du dunkler Wald, Du grünes Moos,

tiefer, tief in deinem Schoß.