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Fernfühlen

Ich leb ja gut, die Tage hier,

ziehn auch vorüber, ereignisreich und schnell.

Fragmente bleiben; freilich die Momente

zwischen denen Leere klafft, manchmal Signale,

dann warten, Schwermut wechselt sich mit Glück:

Dort, wo der letzte Betel grünt, wartest Du?

Sechs Zeilen

Sechs Zeilen sind kurz

– zu kurz für die Liebe?

Nein – gerade lang genug.

Denn wer will, wenn es darum geht,

schon lange lesen und schreiben.

Es muss schließlich Zeit für die Liebe bleiben.