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Dem Kater

Menschen sind eitel und gemein,

man kann nicht auf sie bauen.

Zum Glück hab ich meinen Schnurri daheim

– dem kann ich vertrauen.

Wenn er mir nicht gerade an die Wäsche will,

ist er schön brav und leckt das Fell.

Schlaraffenland

Nach einiger Mühe haben wir uns durch den Breiberg gefressen.

Dort, wo Schmalz und Sirup fließt, suhlen wir wild in Milchseen und Butterbergen – oh, Du bist

mir eine feine Melkkuh, Deine triefenden Euter bäumeln wild mir entgegen, rollig nach Leerung.

Und ein ganz ansehnliches Mastvieh bin auch ich. Wie schön scheinen unsere Wänste im Glanze

des edlen Fettes. Die Münder gestopft mit süßem Gebäck – lass uns die Gaumen kitzeln,

dann können wir gleich noch mehr fressen.

Schweigen

Du hast mir einen Napf mit Wasser hingestellt,

ich lecke ihn durstig mit der Zunge auf,

ich schaue dankbar zu Dir auf –

will sagen: “Du bist mir das Liebste auf der Welt.”

Doch wie könnt ich das wagen? Ich bin ja nur Dein Hund

und alle Wörter lügen. Ich geb es Dir mit Blicken kund.